Peru / Land und Kultur

República del Perú / Republik Peru
Wahlspruch: Libertad y Orden | Freiheit und Ordnung
Amtssprachen: Spanisch, Queschua, Aymara
Hauptstadt: Lima
Staatsform: Republik
Staatsoberhaupt: Alan García Pérez
Fläche: 1.285.220 km²
Einwohnerzahl: 28.220.764 (2007)
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner pro km²
Unabhängigkeit: von Spanien seit 28. Juli 1821
Währung: Nuevo Sol (PEN)
Zeitzone: UTC-5
Nationalhymne: Somos libres, seámoslo siempre
Kfz-Kennzeichen: PE
Internet-TLD: .pe
Vorwahl: +51
Analphabetenrate: 11 %














peru-flaggeDie Fahne: Die Flagge Perus wurde offiziell am 25. Mai 1825 eingeführt. Die bürgerliche Nationalflagge besteht aus den Farben Rot-Weiß-Rot in typisch republikanischer (revolutionärer) Streifenform (senkrecht) nach Vorbild der Flagge Frankreichs. Alle drei Streifen sind gleich breit. Unabhängig ob kleine Hütte oder großes Haus, am Nationalfeiertag am 28. Juli müssen alle Gebäude mit einer Nationalflagge geschmückt sein.


Das Wappen: (eingeführt am 25.02.1825)escudo_peru_klein Das Wappen zeigt einen Schild mit goldenen Rändern. Der Schild ist waagrecht geteilt und oben gespalten.

  • Das erste Feld zeigt ein braunes nach links auf sandfarbenem Land stehendes Vikunja auf hellblauem Wappengrund, welches die Fauna Perus symbolisiert.
  • Das zweite Feld repräsentiert die Flora und zeigt in Silber einen grünen Chinarindenbaum.
  • Das untere rote Feld zeigt ein goldenes Füllhorn. Es steht für die Bodenschätze.
  • Über dem Schild schwebt ein Lorbeerkranz.
  • Der Schild liegt auf schräg gesteckten ausgebreiteten peruanischen Nationalflagge und einer darunterliegenden Standarte in den Nationalfarben je Seite auf, deren Stangenspitzen in Gold sind.

Die Legende erzählt, daß General San Martín von Pariguanas (eine Flamingos - Art) träumte und wie sie hoch und frei flogen, so konnte er die roten Flügen und die weisse Brust erkennen, Farben die heute die Nationalflagge trägt.


Peru befindet sich im Westen des südamerikanischen Kontinents. Es ist das drittgrößte Land des Kontinentes mit einer Fläche von über 1,28 Mio. km². Es ist somit größer als Spanien, Frankreich und Deutschland zusammen.
Das Land ist in 25 Departementos eingeteilt, welche wiederum in 180 Provinzen und 1747 Distrikte unterteilt sind. Peru ist seit dem Jahre 1980 eine Präsidialrepublik.
Das Land grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien, im Südosten an Bolivien und im Süden an Chile. Im Westen hat Peru eine lange Küste mit dem pazifischen Ozean.

Bevölkerung:

Im Land leben ca. 28 Mio. Einwohner, wobei im Ballungsgebiet Lima-Callao mit über 9 Mio., fast ein Drittel der Bevölkerung ansässig ist. Trotzdem liegt die allgemeine Bevölkerungsdichte mit ca. 16,5 Ew/km² sehr niedrig. Nicht übersehen werden darf jedoch dabei, dass große Teile des Landes sehr spärlich besiedelt sind. Insgesamt gibt es 11 Großstädte (< 100.000 Ew). Der Bevölkerungszuwachs liegt bei 2,6 % jährlich.

Die Bevölkerungsstruktur sieht folgendermaßen aus:

  • 45 % Indigena (Quechua, Aymara)
  •   2 % Tieflandindianer (mehr als 63 verschiedene Gruppen)
  • 36 % Mestizen (Mischlinge zwischen Indigena und Weißen)
  • 14 % Weiße (Nachfahren der spanischen Einwanderer werden als Kreolen bezeichnet)
  •   3 % Minderheiten (Schwarze, Japaner, Chinesen)

Auch wenn diese Angaben in verschiedenen Quellen differieren, Peru ist neben Bolivien und Guatemala eines der Länder mit mehrheitlich indianischer Bevölkerung.

Ca. 2,5 Mio. Peruaner leben derzeit im Ausland (vor allem USA, Japan und Europa). Interessant zu wissen, dass heute noch ca. 8.000 Deutsche und deutschstämmige in Peru leben.

Sprachen:

Offizielle Landessprache ist Spanisch, in Südamerika Castellano genannt. Ohne ein paar Brocken des Spanischen ist es meist sehr schwer im Land umherzureisen. Ein paar freundliche Worte öffnen oft Türen und Herzen der Einheimischen und verschaffen unerhoffte Erlebnisse.

Neben dem Castellano ist das Quechua, die Sprache der Inka, vor allem im Hochland und Cuzco, noch weit verbreitet. Mehr als 47 % sprechen diese Sprache noch aktiv. An der Grenze zu Bolivien ist das eng mit dem Quechua verwandte Aymara in Gebrauch (ca. 5 % Anteil). Zu nennen wären noch das aus der gleichen Sprachfamilie stammende Jaqaru (ca. 3.000 Personen) und das, leider vom Aussterben bedrohte Cauqui.

Eine weitaus größere Vielfalt bietet sich uns im Gebiet des Dschungels. Obwohl wir hier nur ca. 2 % der Gesamtbevölkerung vorfinden, existieren 12 verschiedene Sprachfamilien.

Soziales:

Jeder zweite Peruaner lebt unterhalb der Armutsgrenze, allein 15 % der Gesamtbevölkerung muss mit weniger als 1 US$ pro Tag auskommen. Hier existiert ein riesiges soziales Spannungspotential. Die Ärmsten findet man in abgelegenen ländlichen Gebieten und den Peripherien der Großstädte (Pueblos Jovenes).

Die Arbeitslosigkeit liegt zwar offiziell nur bei 10 %, jedoch sind über die Hälfte der Erwerbstätigen unterbeschäftigt und verdienen somit nicht einmal den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn (ca. 110 €/Monat). Eine der negativen Begleiterscheinungen dieser Situation ist die weit verbreitete Kinderarbeit (fast 2 Mio.), welche damit zum Lebensunterhalt der Familien beitragen.

In Peru besteht Schulpflicht und der Schulbesuch ist kostenlos für Kinder von 6 bis 14 Jahren. Dies soll jedoch nicht darüber hinweg täuschen, das bedingt durch fehlende Mittel und der miserablen Bezahlung des Lehrpersonals, die Qualität der Ausbildung im Vergleich zu anderen südamerikanischen Länder eher schlecht ist. Bedingt vor allem durch Kinderarbeit brechen viele ihre Schulzeit vorzeitig ab. 18 % der schulpflichtigen Kinder besuchen private Einrichtungen.

In der medizinischen Betreuung kam es in den letzten Jahren zu wesentlichen Verbesserungen. Derzeit machen die Gesundheitsausgaben 2,4 % des BIP aus. Die staatlichen Gesundheitsdienste sind kostenlos, jedoch müssen die Patienten ihre Medizin selber kaufen, was für eine großen Teil der Bevölkerung schwer realisierbar ist.

 

 

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