Die wohl beeindruckendste, schönste und unvergesslichste Art, Machu Picchu zu erreichen, stellt die Bewältigung des Inka-Trail dar. Auch wenn er nur einer von unzähligen von den Inka erschaffene und benutzten „Strassen“ ist zählt er doch zu den populärsten und am meisten begangensten. Geschichtlich ist Teil eines Wegesystems der Hochkultur der Inka, das sich über mehr als 40 000 Kilometer, durch ihr damaliges Imperium erstreckte. Es gab zwei Hauptstraßen; die erste verlief von Cuzco nach Quito durch die Anden in einer Höhe zwischen 3000 bis 4300 m und war etwa 5200 km lang. Die zweite verlief parallel dazu entlang der Küste mit ungefähr 4000 km Länge. Diese beiden Hauptstraßen waren durch zahlreiche Querverbindungen in Ost-West-Richtung miteinander verbunden.

Die Straßen waren zwischen 1 m und 16 m breit, oft nur ausgetretene Trampelpfade, aber ebenso richtig ausgebaute Straßen. Soweit wie möglich waren die Straßen geradlinig angelegt und überwanden beträchtliche Steigungen. Die größeren Steigungen wurden mit Stufen überwunden. Tunnel und Hängebrücken über größere Flüsse zeugen von der großen Ingenieurkunst der Erbauer.
Heute ist der „Camino de Inca“ der mit Abstand am meist begangene Trail Südamerikas. Dies hat zur Folge, das es durch die peruanische Tourismusbehörde ein sehr genau kontrolliertes Regime gibt. Ein zugelassener Führer ist Pflicht, der Trail darf nur in organisierten Gruppen bewandert werden und die Anzahl der pro Tag zugelassenen Wanderer ist limitiert. Aufgrund der großen Nachfrage ist eine langfristige Tourplanung unbedingt zu empfehlen. In der Hochsaison (Juli/August) ist eine mindestens dreimonatige Vorbuchung sinnvoll. Für die Nebensaison sollten es mindestens ein Monat sein.
Der Camino selbst ist ein einmaliges Erlebnis, sowohl landschaftlich als auch historisch. Die Wanderung führt durch eine einzigartige Landschaft, über Passhöhen mit grandiosen Ausblicken auf die schneebedeckten Berge der Anden, durch subtropischen Bergurwald mit üppiger Vegetation und immer wieder entlang Zeugnissen der untergegangenen Inkakultur. Der Trail selbst ist auf weiten Strecken sehr grob mit Granit gepflastert und meistens nur zwischen 60 -80 cm breit. An Steilstücken sind Stufen ausgearbeitet. Eine gute Kondition ist unbedingte Voraussetzung, der höchstgelegene Streckenabschnitt führt am Warmiwañusqa-Pass über 4.200 m. Der absolute Höhepunkt der Wanderung erreicht man nach dem durchqueren des Sonnentores, dies unbedingt zum Sonnenaufgang. Ein überwältigender Anblick, vor einem liegt Machu Picchu, eingebettet in eine grandiose Berglandschaft. Mehr braucht man nicht zu sagen, man muss!!! Es selbst erleben.
Es gibt verschiedene Einstiegsmöglichkeiten für die Wanderung, je nach eigenem Zeitplan und Interesse. Wir bieten Ihnen hier folgende Varianten.

